meier meint... http://www.meier-meint.de Medienzukunft, Medienmodelle, E-Books & Co. posterous.com Thu, 17 May 2012 02:06:46 -0700 Top 10 most read Books in the world #infografik http://www.meier-meint.de/top-10-most-read-books-in-the-world-infografi http://www.meier-meint.de/top-10-most-read-books-in-the-world-infografi

Virale Infografik - der Diskussionsduktus darum geht im Kern um die selbstempfunde Qualität der Titel, etwa im empörten Tenor "Was suchen Harry Potter und Twilight in dieser Liste?".
Viel spannender finde ich, dass die ersten zwei eher zur Gattung "Hat-man-liest-man-aber-nicht" gehören. Nehmt das, Literaturbiedermeierromantiker!

Top_10_books

 

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Sun, 13 May 2012 23:53:56 -0700 "Mother, can I trust Google?" - Nein, aber wem kann man das schon... http://www.meier-meint.de/mother-can-i-trust-google-nein-aber-wem-kann http://www.meier-meint.de/mother-can-i-trust-google-nein-aber-wem-kann

Mother, Can I Trust Google?
Hosted by: Online Background Check Guide

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Sun, 29 Apr 2012 09:12:00 -0700 E-Book-Markt in Deutschland #infografik http://www.meier-meint.de/e-book-markt-in-deutschland-infografik http://www.meier-meint.de/e-book-markt-in-deutschland-infografik

Wirtschaftswoche und statista haben eine interessante Infografik zu den deutschen E-Book-Märkten zusammengestellt. Teilweise hat man ähnliche Zahlen auch schon gehört, interessant ist der doch hohe Anteil an E-Books aus der Belletristik oder der deutliche Abstand zwischen Amazon und iBookStore - das sah vor kurzem noch anders aus.

E-books-e1335544547379

Quelle: statista
http://de.statista.com/

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Tue, 24 Apr 2012 00:08:00 -0700 Die Diskussion um die "Buchindustrie" - oder der Bauer und seine Kuh Gertrude http://www.meier-meint.de/die-diskussion-um-die-buchindustrie-oder-der http://www.meier-meint.de/die-diskussion-um-die-buchindustrie-oder-der

Cow
Gestern schrieb Kilian Kissling / Argon Verlag einen Beitrag unter dem Titel: "Wir sind keine Verwerter und erst recht keine Industrie!" einen von Begrifflichkeit der Branche bis hin zum Urheberrecht weit gespannten Blog-Beitrag.
http://www.argon-verlag.de/2012/04/keine-verwerter-industrie-urheberrecht-ver...

Dabei ging es eben auch um den Sprachduktus:
"Mich wundert nicht erst seit gestern, dass sich kaum jemand in unserer Branche, zumal diese ja nun sehr sprachbewusst ist, an den Begrifflichkeiten stört, mit denen die Urheberrechtsdebatte in den vergangenen Jahren geführt wird. Wahlweise ist da von Contentindustrie, Buchindustrie, Verwertern oder gerne auch Verwertungsindustrie die Rede, wenn es um unsere Verlagsbranche geht. Vor allem der Begriff Industrie wird immer wieder gern genommen."

Wie immer ein Blick auf Wikipedia:
"Die Industrie (lat. industria: Betriebsamkeit, Fleiß) bezeichnet den Teil der Wirtschaft, der gekennzeichnet ist durch die Produktion und Weiterverarbeitung von materiellen Gütern oder Waren in Fabriken und Anlagen, verbunden mit einem hohen Grad an Mechanisierung und Automatisierung – im Gegensatz zur handwerklichen Produktionsform."
http://de.wikipedia.org/wiki/Industrie

Hier wird also eine Grenze gezogen zwischen Massenfertigung und der liebevollen Handwerkerkunst - und natürlich fühlt sich der Verleger dem letzteren geneigter - und gehört da ja auch hin, jedenfalls laut Kilian Kissling.

Das erinnert mich ein wenig an die Landwirtschaft. Vor kurzem war ein Werbespot über ein Milchprodukt im Fernsehen zu sehen: ein Bauer, der über die saftigen Wiesen seiner Alm schreitet, eine adrette junge Bäuerin mit Kopftuch (die im realen Leben vermutlich eher mit den Marken Gucci und Prada vertraut ist), die liebevoll eine Kuh streichelt (ich nenne sie mal Gertrude) und ihr beherzt ans Euter greift. Leichter Weichzeichner dazu, und fertig ist etwas, das nichts anderes als eine heimelige Camouflage einer - Agrarindustrie ist. Natürlich gibt es auch in der Landwirtschaft viele kleine Familienbetriebe (und ähnlich wie in der Verlagsbranche werden diese von großen Agrarbetrieben immer mehr in die Ecke gedrückt), keine Frage. Aber alle haben ihre Produkte, den Kunden und den Markt im Auge.

Insofern geht es mir nicht darum, den Begriff "Buchindustrie" zu verteidigen. Auch wenn viele unserer Produktionsprozesse inzwischen hochgradig automatisiert sind, vorbei die Zeiten des liebevollen Papierschöpfens, Bleisatz und Gautschen.

Aber vielleicht geht jemand, der den Begriff "Buchindustrie" verwendet, ehrlicher mit der Tatsache um, dass eben der allergrößte Teil der Verlage Unternehmen sind, die am Markt agieren. Dass wir heute eher über Flächen statt des biedermeierschen Bildes eines Buchhändlers reden. Dass wir Multi-Channel und Non-Books im Munde führen. Dass wir Sinus-Milieus statt verlegerischem Bauch verwenden. Dass wir semantische Methoden, Prozessorenintelligenz und Automatismen zur Erschließung unserer geheiligten Inhalte einsetzen (ich traue mich hier schon gar nicht, den Begriff "Content" zu verwenden). Das ließe sich beliebig fortsetzen.

Der größte Teil der Verleger trägt kein Kopftuch und fasst Getrude beherzt ans Euter. Der größte Teil der Verleger macht für Zielgruppen und Märkte Produkte, die sich verkaufen sollen. Alles andere ist die Zwischenschaltung eines romantischen Weichzeichners, der uns vom Sprachduktus her wieder in die kuschelige Komfortzone führt.

Kurz gesagt: Nennt es, wie ihr wollt - aber versteckt euch nicht dahinter!

Foto:
Flickr
http://www.flickr.com/ photos/publicenergy/1846375599/
Fotograf: publicenergy
http://www.flickr.com/ photos/publicenergy/

 

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Sat, 21 Apr 2012 13:03:00 -0700 Woraus besteht eigentlich ein Buch? (Video) http://www.meier-meint.de/woraus-besteht-eigentlich-ein-buch-video http://www.meier-meint.de/woraus-besteht-eigentlich-ein-buch-video

AbeBooks erklärt in einem Video (englisch), woraus ein Buch eigentlich besteht - schön und interessant gemacht, finde ich. Mein flapsiger Kommentar auf Facebook dazu war:

Vielleicht hat dieses Wissen irgendwann denselben Status wie seinerzeit bei mir Latein: "Tote Sprache, aber gut zu wissen"

wurde dann mit dem Hinweis darauf, dass Latein keineswegs eine tote Sprache sei und auf auf einen Lateinstammtisch quittiert. Man lernt nie aus. Aber macht ein Stammtisch gleich eine Sprache lebendig?

 

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Tue, 03 Apr 2012 00:22:26 -0700 How Apple's iBooks will change the way we ilearn #infografik http://www.meier-meint.de/how-apples-ibooks-will-change-the-way-we-ilea http://www.meier-meint.de/how-apples-ibooks-will-change-the-way-we-ilea

Infographic:  Can Apple iPad and iBooks revolutionize the textbook industry?
Courtesy of: WorldWideLearn.com

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Tue, 03 Apr 2012 00:06:00 -0700 Die Zukunft ist Touchy... http://www.meier-meint.de/die-zukunft-ist-touchy http://www.meier-meint.de/die-zukunft-ist-touchy

Normalerweise mache ich keine Werbung für einen Glashersteller, aber das Video skizziert nebenbei einen interessanten Ausblick auf die Kommunikation der Zukunft. Fairerweise muss man dazu sagen, dass sich DIESE Vision vermutlich nur wenige werden leisten können...

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Sat, 31 Mar 2012 13:41:00 -0700 A Look at Students Using eTextbooks #infografik http://www.meier-meint.de/a-look-at-students-using-etextbooks-infografi http://www.meier-meint.de/a-look-at-students-using-etextbooks-infografi

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Sat, 31 Mar 2012 13:21:00 -0700 PDF: the world's digital document #infografik http://www.meier-meint.de/pdf-the-worlds-digital-document-infografik http://www.meier-meint.de/pdf-the-worlds-digital-document-infografik

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Mon, 26 Mar 2012 12:13:00 -0700 Wenn man Stress mit der eigenen Kaffeemaschine auf Twitter hat... http://www.meier-meint.de/wenn-man-stress-mit-der-eigenen-kaffeemaschin http://www.meier-meint.de/wenn-man-stress-mit-der-eigenen-kaffeemaschin

Media_httpgeekandpoke_hiico
via geekandpoke.typepad.com

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Fri, 23 Mar 2012 02:14:00 -0700 ProtoTYPE - Innovation vs. Pragmatismus oder: Ich weiß, was du letztes Wochenende getan hast. Glaube ich jedenfalls... http://www.meier-meint.de/prototype-innovation-vs-pragmatismus-oder-ich http://www.meier-meint.de/prototype-innovation-vs-pragmatismus-oder-ich

Prototype_450x130
Einige unsortierte Gedanken zur Prototype-Veranstaltung...

Im Moment wird die öffentliche Berichterstattung noch von denjenigen geprägt, die direkt oder indirekt an der Prototype -Veranstaltung involviert waren wie Frank Krings, Dennis Schmolk - mit wenigen Ausnahmen, etwa Gerhard Schröder, der einige Projekte als "Rettungsversuche der bestehenden Geschäftsmodelle" sieht.
Wo bleibt die Kritik, der dezidierte Kontrapunkt? Wo sind sie, die streitlustigen Branchenkollegen?

Dabei war die anfängliche Kritik, vor allem aber die großen Fragezeichen zu Sinn und Zweck der Veranstaltung, reichlich lautstark. Vor allem aus der Ecke derjenigen, die keinesfalls selbst Innovation einbringen wollten, um sich nicht selbst das Wasser abzugraben resp. die "Konkurrenz" mit Geschäftsmodellen zu unterfüttern. Aber auch die Stimmen derer, die massive Zweifel an der Innovationsfähigkeit "der Branche" hatten. Mit Letzteren sind wohl die "Freaks" gemeint, von denen Sandra Schüssel im Börsenblatt schrieb (ein etwas fragwürdiger Begriff, aber gut).

[Einschub: Allein zum Thema "Warum tun "Freaks der Buchbranche gut" könnte ich schon wieder Psalmen singen - aber das ist eine andere Geschichte...]

Prototype - mehr als wochenendliches Hosianna-Rufen

Was genau ist passiert? Eine Gruppe von Leuten traf sich ein Wochenende und übte "Open Innovation". Im Kern eigentlich ein banales Szenario aus Pitchings und Gruppenarbeit - aber manchmal sind die einfachen Dinge eben die besten (und die professionale Orga tat ihr übriges). Heraus kamen eine Handvoll Projekte (hier überraschend transparent dokumentiert), über deren Sinn und Unsinn man trefflich streiten kann. Aber der Innovationsduktus, der von außen oktroyiert wurde ("Wehe, da kommt nix Innovatives raus, dann bashen wir euch!"), der war nicht zu spüren. Teilweise waren die Projekte von göttlichem Pragmatismus getrieben (was übrigens nicht für alle ursprünglich eingereichten Projektideen gilt), aber warum nicht den Ansatz verfolgen, keine Theoreme, sondern durchführbare Ideen voranzutreiben? Was ist an Modifikationen, gern auch massiven Änderungen bestehender Geschäftsmodelle (wohlgemerkt: keine Rettungsversuche!) so schlimm?


Die Marktteilnehmer werden diese Projekte überleben

Also eben doch keine "disruptiven Innovationsprozesse", wie im Vorfeld kolportiert? Nein, keineswegs, die meisten Marktteilnehmer werden diese Projekte überleben, so sie denn tatsächlich eines Tages Produkte im weitestens Sinne ergeben. Die Welt wurde nicht verändert, Verbesserungen sind aber auch schon etwas.

Woran liegt das? Vielleicht, weil echte Innovation eher Prozesse sind denn ein Mörsereinschlag (um mal das disruptive Element zu bebildern). Vielleicht auch, weil Disruption eher von uns Marktteilnehmern subjektiv empfunden wird, bei Licht betrachtet die Dynamik dann aber doch nicht so voluminös ist.

Vielleicht sollten wir auch einfach mit diesem ganzen Disruptions- und Innovations-Menetekeln aufhören und unseren Job tun. Märkte ändern sich? Wissen wir. Kunden ändern sich? Auch nichts Neues. Produkte ändern sich? Well, dann auf zu neuen Ufern, alles andere wäre doch langweilig.

Und wenn die Prototype am Ende doch den Unken (oder dem eigenen Anspruch) zum Opfer fällt? Na und - wird uns nicht die ganze Zeit erzählt, wir würden vor allem aus Fehlern lernen?


Laßt Startups um mich sein!

Und das Scheitern lauert an einigen Stellen - spätestens, wenn die "Branche" aufgerufen ist, diese Projekte weiterzutreiben. Wer soll das sein? Der Verband? Wirtschaftstöchter? Alle Verlage, im Schulterschluß mit dem Sortiment? Unwahrscheinlich.

Aber vielleicht nimmt sich eine kleine, agile Gruppe von Marktteilnehmern dieser Ideen an, vielleicht gründen sich kleine Startups auf deren Basis. DANN wäre das Spiel gewonnen.

Randnotiz: Ich komme aus der Verwunderung nicht mehr heraus. Fast eine Woche nach der Veranstaltung immer noch kein "Das soll innovativ gewesen sein?"-Veitstanz. Und im Rahmen der Veranstaltung selbst meine Verblüffung darüber, daß viele Projektideen klar die "Retail Services" im Fokus hatten - auf gut deutsch: den Buchhändler. Der Bildband "Der letzte seiner Art" mit einem verhärmten Sortimenter auf dem Titelbild scheint also noch eine Weile auf sich warten zu lassen...

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Tue, 20 Mar 2012 03:56:00 -0700 Punkband meets Altenheim - die nie gehaltene Rede zur Auftaktveranstaltung des BuchCamps #buchcamp #bc12 #lbm12 http://www.meier-meint.de/punkband-meets-altenheim-die-nie-gehaltene-re http://www.meier-meint.de/punkband-meets-altenheim-die-nie-gehaltene-re

Buchcamp_logo
Vorbemerkung: vor der Leipziger Buchmesse ereilte mich der Ruf, zur Auftaktveranstaltung mit Ideen- Puzzle und Kaffee&Kuchen ein paar einleitende Worte auf der Leipziger Buchmesse zu verlautbaren. Keine Ahnung, ob ich erste Wahl war oder alle anderen schon Termine hatte, als alter Verlagssaurier fühlt man sich schon gebauchpinselt bei solchen "jungen" Veranstaltungsformaten. Aus der von langer Hand vorbereiteten, epochalen, von allen zitierten Eröffnungsrede wurde dann doch nichts. Was aber meine Schuld war. Ich hatte schlicht aus Zeitgründen nichts vorbereiten können, improvisiert wurden zwei, drei warme Worte. Aber es blieb auch das Gefühl, dem BuchCamp ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schulden - deswegen findet sich hier mein schlechtes Gewissen, meine nie gehaltene Rede vor einem Publikum, das im Dunkeln bleibt. Seis drum.

Die Punkband im Altenheim

Wie schnell beginnt man, Dinge für völlig normal zu halten? Ziemlich schnell. Da hilft ein Blick in den Rückspiegel, und der zeigt uns bei Branchen-Veranstaltungsformaten Frontalvorträge elitärer Überflieger, die uns mit "Best Practise"-Beispielen in die Besenkammer zu unseren schiefgegangenen Projekten trieben. Dieser Blick zeigt uns rotbeschalte, graubeschläfte Landjunkersakkoträger, die bei Pfeifchen, Zigarre und Kaminfeuer mit ruhiger Hand die Geschicke der Buchbranche lenkten.

Und dann entwickelt, losgetreten von der digitalen Welle der Teilhabe vieler, die sich schon nicht mehr in der Branche zuhause fühlten, ein kleines Team innerhalb der Branchenständevertretung ein neues Konzept: das BuchCamp. (im Rückblick erscheint dies als schiere Notwehr des Verbands, um nicht mit noch mehr Parallelstrukturen konfrontiert zu werden, es gehörte mit Sicherheit aber auch Mut dazu)

Nein, natürlich ist es nicht neu, dieses BarCamp-Prinzip, diese "Un-Konferenz". Aber in dieser beschaulichen Branche, die doch immer unbehaglicher vor sich hin diffundierte, war diese bunte Ansammlung vieler Digitalos, die sich in Frankfurt auf dem Mediacampus sammelte, um einmal etwas Neues zu probieren, mehr als neu. Punk trifft auf Volksmusik.

Man überlege sich: jeder kann Themen vorschlagen, alle stimmen über diese mit den Füßen ab, Teilnahme ist nicht obligatorisch, sondern zwingend, Kritikfähigkeit und Nervenstärke Grundvoraussetzung. Scheitern nicht ausgeschlossen.

Unken riechen nicht nur übel, manche wollen sogar Gutes

Und der Unken waren viele: auf der einen Seite diejenigen, die dem Format und deren Protagonisten schon aus gefühltem Besitzstandverlust misstrauisch gegenüberstanden. Never change a running System! Auf der anderen Seite, denen das alles zu langsam, zu betulich, zu wenig konkret zuging, zu sehr von den eigenen Unternehmen finanzierte Klassenfahrt ohne disruptive Innovation.

Auch meine Person hat nicht mit Kritik  gespart, das sei zugegeben. Auch die Selbstreferentialität, die Machtübernahme der (Achtung, Zitat) "digitalen Bohème" wurde kritisch gesehen. Aber viele, die deutlich eloquenter als ich die Stimme erhoben, wollten am Ende eigentlich nur eines: das Format "BuchCamp" verbessern, feiner schleifen und doch sperriger machen.

Immerhin hat sich aus dem BuchCamp heraus eine Diskussion zum "Prinzip Buch" entwickelt, deren Verästelungen mitunter lustikskurrile Züge annahm aber doch sinnvoll war, auch wenn sie uns am Ende nur auf den Punkt zurückwarf, wie eine Branche dazu kommt, über ihr Kernprodukt so unklar in der Vorstellung zu sein. Heraus kam die kleine vorlaute Schwester Zukunftskonferenz, die erstmals viele Kaminfeuerapologeten in lustige Session-Formate quetschte, noch so ein unbequemer Kulturschock. Und letzten Endes just diese Tage an einer weiteren genealogischen Verzweigung die Prototype-Veranstaltung.

An all diesen Formaten, aber auch an der konstanten Vernetzung vieler Kombattanten trug das BuchCamp Schuld. Insofern kann man zurückblicken auf den Versuchsaufbau, und feststellen: das BuchCamp war ein Experiment, das funktioniert hat und weiter funktionieren wird. Es darf nur den experimentellen Charakter nicht verlieren.


Nachtrag: Ein Indiz dafür, dass dieses Format sich durchgesetzt hat, mag mit Sicherheit der Ausverkauf der kontingentierten Anmeldungen innert eines Tages sein. 

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Tue, 13 Mar 2012 08:10:00 -0700 Bananenrepublik Buchhandel - Making of http://www.meier-meint.de/bananenrepublik-buchhandel-making-of http://www.meier-meint.de/bananenrepublik-buchhandel-making-of

Vor einiger Zeit wurde ich anläßlich eines Artikels im BuchMarkt von Andreas Meyer und Arnd Roszinsky-Terjung, der sich ausführlich mit der Situation des stationären Buchhandels beschäftigt, vor allem im Kontext der brancheneigenen Untergangsstimmung, aber auch der Verschiebung der Handelsströme zu einem Statement befragt - ruhig "provokativ", wie Christian von Zittwitz meinte.

Da mir einiges am Inhalt des Artikels zu betulich geriet und zudem gerade wieder allenthalben an allen Ecken das Branchengejammer ertönte fiel es mir nicht wirklich schwer, meinem Unmut Luft zu machen.
Ein sehr schönes Beispiel, wie Diskussionskultur auch anders, sachlich, offen und selbstkritisch passieren kann: den Rohartikel stellte ich "meinen" Buchhändlern in einer Facebook-Gruppe vor die Nase, eine für mich sehr spannende Auseinandersetzung mit dem Thema begann, einiges davon floß in den jetzigen Artikel ein, der hier nachzulesen ist:
http://www.buchmarkt.de/content/50339-in-eigener-sache.htm
Übrigens nicht in Print, wie ursprünglich geplant und letzten Endes dem begrenzten Raum geschuldet, sondern im BuchMarkt-Web - aber einen Blogger, der durchaus Interesse an digitaler Reichweite hat, sollte das nicht stören ;-)

Und eine Randnotiz: da den BuchMarkt-Machern klar war, dass eine Online-Diskussion, deren Kern-Sujet nur in Print abgebildet ist, auch nur eine (medien)gespaltene Diskussion ist, wurde der komplette Heftartikel online gestellt:
http://www.buchmarkt.de/downloads/042%20zukunft.pdf
Keine Selbstverständlichkeit. I like!

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Sun, 11 Mar 2012 14:01:00 -0700 Die Social-Media-Blase platzt! Na und? http://www.meier-meint.de/die-social-media-blase-platzt-na-und http://www.meier-meint.de/die-social-media-blase-platzt-na-und

Socialmedia_blase
In der Ausgabe 04/12 des "internet magazin" (von WEKA als Verlag verantwortet) findet sich ein in vielerlei Hinsicht (wenn auch sicher nicht so vom Autor geplanter) bemerkenswerter Artikel von Holger Reibold, der sich kritisch mit der "Social-Media-Blase" (so auch der Artikeltitel) auseinandersetzt. Hier sei kurz das Artikel-Fazit zitiert:

"Social-Media-Dienste haben ihren Höhepunkt längst überschritten. Die User sind gelangweilt von Selbstdarstellungen, Bierzeltatmosphäre und dergleichen mehr. Immer mehr nehmen den Aufwand, der zur Pflege vermeintlicher Freundschaften notwendig ist, als Zeitverschwendung wahr. Es scheint, als stünden wir vor einer Renaissance, bei der eben das im Mittelpunkt steht, wofür das Web geschaffen wurde: der Informationsaustausch."

Nun könnte man kritisch anmerken, dass diese Beobachtungen auf keinem nachweisbaren Fundament stehen, sondern eher den "Alles-nur-unqualifizierte-Zeitverschwendung"-Attitüden der überraschend SocialMedia-feindlichen ITler-Gemeinschaft angehören, der der Autor aufgrund seiner Biografie zuzuordnen ist.  Auch sonst wimmelt es von netten Plattitüden, etwa wenn es um die Verwässerung des Freundschafts-Begriffs geht: "Der per se sehr bedeutungsvolle Begriff der Freundschaft hat im Social-Media-Zeitalter stark gelitten".

Besonders lustig auch die Beweisführung zu den Hintergründen des Social-Media-Hypes: "Nachdem die letzten Jahre für die Werbebranchen eine ausgesprochen schwierige Phase war, erhofft man sich durch Social Media offenbar ein neues Betätigungsfeld". Da haben wir Unternehmen uns wohl nur von cleveren Agenturen etwas einreden und über den Tisch ziehen lassen.

In diesem Argumentations-Stil geht es weiter, und man könnte den üblichen Abwehr-Reflex des erfahrenen SocialMedians ausüben. Und auch wenn die Argumentationslinien vertraut sind (was schade ist, denn niemand kann ernsthaft etwas gegen fundiert kritische Auseinandersetzung mit dem Thema sagen), so fällt doch die Häufung des "Die Blase platzt"-Themas in den letzten Monaten auf. Es wird auf verschiedenen Schauplätzen ausgetragen, mal mehr oder weniger sachlich fundiert, mal mehr oder weniger auf Unterthemen spezialisiert.

Beispielhaft denke ich da an das Thema Facebook und seine unvorhersehbaren Änderungen, die es gerade Unternehmen sehr schwer machen, eine vernünftige Kommunikations-Strategie aufzubauen (und dies ist ja nicht einmal gelogen). Oder zu einzelnen Netzwerken wie Google+, deren Relevanz aufgrund mangelnder Masse angezweifelt wird - ausgerechnet oft von SocialMedians, die ansonsten das Credo "Relevanz vor Masse" wie eine Monstranz vor sich hertragen. Oder einzelnen Vorreitern, die angesichts der Tatsache, dass Kreti und Pleti inzwischen in den sozialen Kanälen unterwegs sind, die Lust daran verlieren.

Diese negative Grundstimmung nimmt vernehmlich zu (was oben erwähnte Verteidigungsreflexe der Bekehrten nur verstärkt) - und das ist gut so. Sie wird mit Sicherheit noch stärker anschwellen, immer mehr Lichtgestalten des sozialdigitalen Mediums werden sich öffentlichkeitswirksam abwenden. Und auch das ist gut so.

Denn letzten Endes befinden wir uns doch in einer Übergangsphase - und auch wenn ich mitunter bei Gartners Hype Cycle (http://de.wikipedia.org/wiki/Hype-Zyklus) nicht konform gehe, sind doch einige Parallelen zu den beiden stärksten und nachhaltigsten technologischen Entwicklungen der letzten 15 Jahre zu sehen, nämlich dem Internet selbst sowie der Mobilisierung der Kommunikation.

Auch wenn sich inhaltlich und in den Ausformungen die Digitalisierung der Information, die Digitalisierung der Kommunikation und die Mobilisierung aller beider unterscheiden, sind die Verhaltensabläufe doch recht ähnlich, deren lustigste Ausprägungen Aussagen wie "Das Internet wird schon wieder weggehen" und andere sind. Genausowenig wird die Digitalisierung und soziale Vernetzung der Kommunikation wieder verschwinden - aber vor dem eher auf leisen Pfoten daherkommenden Durchbruch als Alltagstechnologie gehört die Übertreibung und das nachfolgende Menetekel. Zu all dem führt letzten Endes unsere temporär eingegrenzte Sicht auf Entwicklungen, die erst im Rückblick Sinn geben und die zutiefst menschliche Furcht vor Veränderung.

Insofern sehen wir vor uns mit Sicherheit noch das "Tal der Enttäuschungen". Wir sehen aber auch noch wichtige, weit über das Thema "Social Media" hinausgehende, aber für die digitale Entwicklung wichtige Diskussionen zu Themen wie "Was passiert mit meinem digitalen Abbild und wem gehört es?" (jetzt schon zu sehen in den Datenschutz-Diskussionen) oder eher praktische Auseinandersetzungen mit der in Zukunft eher fragwürdigen Trennung zwischen Privatheit und beruflicher Tätigkeit.

Gartner nennt diese Phase "Plateau der Produktivität", ein etwas euphemistischer Ausdruck für das, was viele ja eigentlich jetzt schon wollen: ganz pragmatisch im Alltag die Möglichkeiten, die sich uns hier privat wie beruflich bieten, nutzen. Nicht mehr, nicht weniger.


Eine Randbemerkung sei mir noch gestattet - nämlich meine Irritation darüber, das ein Magazin, das den Namen "internet magazin" im Titel trägt, online sehr wenig Präsenz zeigt, weswegen leider auch obiger Artikel nur gedruckt (sic!) verfügbar ist.

Foto: istockphoto

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Thu, 23 Feb 2012 06:53:00 -0800 The Rise of the Planet of the Apps #infografik #spacig http://www.meier-meint.de/the-rise-of-the-planet-of-the-apps-infografik http://www.meier-meint.de/the-rise-of-the-planet-of-the-apps-infografik

Infographic_space_800px

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Sat, 18 Feb 2012 08:20:00 -0800 The Blogging World #infografik http://www.meier-meint.de/the-blogging-world-infografik http://www.meier-meint.de/the-blogging-world-infografik

How Big is BlogosphereInfographic by – Conversion Rate Optimization Company Invesp

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Sat, 18 Feb 2012 08:18:00 -0800 Online Piracy in Numbers – Facts and Statistics #infografik http://www.meier-meint.de/online-piracy-in-numbers-facts-and-statistics http://www.meier-meint.de/online-piracy-in-numbers-facts-and-statistics

Online Piracy in Numbers – Facts and Statistics
Infographic by- Beijing Web Designers

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Thu, 09 Feb 2012 04:53:00 -0800 History of E-Commerce #infografik http://www.meier-meint.de/history-of-e-commerce-infografik http://www.meier-meint.de/history-of-e-commerce-infografik

Quelle:
http://blog.templatemonster.com/2010/09/08/history-of-ecommerce-timeline-info...

Historyofecommerce

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Wed, 08 Feb 2012 00:58:00 -0800 Who Love’s E-Readers? #infografik http://www.meier-meint.de/who-loves-e-readers-infografik http://www.meier-meint.de/who-loves-e-readers-infografik

Who Love’s E-Readers?

Everyone knows e-readers like the Amazon Kindle Fire are a must-have gift item (Valentine’s Day, anyone?). But what are the characteristic of a typical e-reader buyer? We visualize them below and offer a glimpse of why e-readers could be the next big advertising platform in years to come!

Click on the infographic below for a larger size.

As featured in GeekWire here

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier
Mon, 06 Feb 2012 01:36:00 -0800 SocialMedia-Integration in Unternehmen http://www.meier-meint.de/socialmedia-integration-in-unternehmen http://www.meier-meint.de/socialmedia-integration-in-unternehmen
"38% of British & American companies are still in their infancy when integrating social media in their company. 12% have fully integrated the new media. Companies from the financial and health industry are lagging behind, whereas Tech & Telco and the media sector are ahead. The main barrier to change is the unclear financial return, there is a positive correlation between the extent of social media integration and the financial results"
Quelle: InSites Consulting (http://insitesconsulting.pressdoc.com/ )

Permalink | Leave a comment  »

]]>
http://files.posterous.com/user_profile_pics/1117686/steffenmeier_twitter.JPG http://posterous.com/users/jXEonj8iKl steffen meier steffenmeier steffen meier